Achatschnecken Infos

Alles über den natürlichen Lebensraum, die farbliche Bestimmung und die Fortpflanzung der Achatschnecke

Woher stammen Achatschnecken ursprünglich und welche Bedingungen bietet ihr natürlicher Lebensraum?

Achatschnecken sind urspünglich in Afrika und tropischen Gebieten beheimatet. Dort leben sie entsprechend dem Rhythmus der Trocken- und Regenphase aktiv oder zur Trockenruhe zurückgezogen sicher unter einem Kalkdeckel.

Der natürliche Lebensraum der Achatschnecke ist Afrika, sowie die tropischen Regenwälder. 

Während sich die Tiere tagsüber sicher unter der Erde vergraben um sich vor den hohen Temperaturen zu schützen, kommen sie in den späten Abendstunden aus ihren Verstecken und begeben sich auf Nahrungssuche.

In der Trockenzeit, wenn die Temperaturen auf dem Thermometer weiter nach oben klettern halten die Tiere Trockenruhe. Hierzu verschließen sie ihre Gehäuseöffnung sicher mit einem Kalkdeckel und verhindern somit das Austrocknen des Weichkörpers. 

Zu Ende der Trockenperiode öffnen die Schnecken ihren Kalkdeckel und begeben sich auf Partnersuche.

Durch diesen natürlichen Ablauf können die schlüpfenden Achatschneckenjungen bis zur nächsten Trockenzeit wachsen und sich entwickeln.

Während Achatschnecken mittlerweile als Haustiere in der Heimtierhaltung immer beliebter werden gelten sie in anderen Kontinenten als wahre Plage.

Nicht umsonst ist die Haltung von Achatschnecken beispielsweise in den USA unter Strafe verboten.

Die Schnecken haben einen erstaunlichen Appetit und legen pro Ablage bis zu 500 Eier. Unter den passenden Bedienungen können sich die Kriechtiere somit rasant vermehren und innerhalb von nur wenigen Monaten ganze Ernten vernichten.

Und auch in Deutschland werden Tierbesitzer darauf hingewiesen, die Tiere keinesfalls auszusetzen oder noch lebende Schneckeneier leichtsinnig zu entsorgen.

Also liebe Schneckenhalter, wenn Ihre Schneckis ihre regelmäßige Eiablage wieder hinter sich haben, sollten Sie die Eier vor der Entsorgung mindestens 24 Stunden einfrieren. Unsere Flora wird es Ihnen danken.

Achatschnecken sind Zwitter - Fortpflanzung der Wirbellosen

Achatschnecken zählen zu den sogenannten Hermaphroditen, was im Klartext nichts anderes bedeutet, als dass es sich um zwittergeschlechtliche Tiere handelt. Jedes Tier besitzt somit sowohl weibliche, als auch männliche Geschlechtsorgane, Geschlechtsreif werden Achatschnecken im Alter von 6 bis zu 15 Monaten.

Was interessierte Schneckenhalter unbedingt über die Fortpflanzung der Achatschnecke wissen sollten haben wir Für Sie zusammengefasst:

  • Bei dem Geschlechtsakt zweier Schnecken dient in der Regel die größere Schnecke als Weibchen, da die Entwicklung der Eier im Schneckeninnern einen gewissen Platz und einiges an Energie benötigt.
  • Eine Schnecke kann für bis zu zwei Jahre Spermien speichern und somit auch später reife Eizellen zu befruchten.
  • Die Eianzahl beträgt pro Ablage 200 bis zu 500 Eier, wobei sich die durchschnittliche Anzahl zwischen 200 und 300 Eiern bewegt.
  • Auch in Gefangenschaft legen die Schnecken jährlich bis zu sechs Gelege.
  • Die weislichen Eier besitzen eine harte Schale. Die Entwicklung der Schnecke im Ei dauert bis zu 17 Tage.
  • Nach dem anschließenden Schlupf ernähren sich die geschlüpften Schneckenbabys zuerst von der Eihülle. Anschließend begeben sie sich selbstständig auf Nahrungssuche.
  • Die beim Schlupf nur knapp 1 mm großen Schnecken wachsen vor allem in den ersten beiden Lebensjahren,
  • Zwar wachsen Achatschnecken ihr Leben lang, diese ersten beiden Lebensjahre bilden jedoch den Grundstock für ein stabiles und beständiges Wachstum.
  • Achatschnecken werden bis zu 6, teilweise sogar bis zu 10 Jahre alt.

Nice to know: In Ermangelung an potenziellen Geschlechtspartnern sind Achatschnecken sogar in der Lage sich selbst zu befruchten.

"John Wayne"
5-jährige Achatschnecke

So erkennst Du eine echte Achatina fulicia

Von den 13 bekannten Achatschneckengattungen ist die Achatina sicherlich die bekannteste. Aber woran erkennt man eine echte Achatina?

  • Die Gehäusespitze (auch Apex genannt) ist spitz zulaufend.
  • Die Eier der Achatina sind ca. 5 bis 8 mm groß. Pro Gelege legt die Riesenschnecke 200-500 Eier ab.
  • Auch die Farbe und Zeichnungen der Achatina können Dir Aufschluss geben. Üblicherweise kommt sie in einem der vier möglichen Farbvarianten daher. Die Achatina fulicia ist jedoch eine Schneckart, bei welcher die Farbmöglichkeiten relativ groß sind. So kann das Gehäuse selbst auch Streifen oder Flecken aufweisen.
  • Das Gehäuse der Achatina fulivia trägt zahlreiche Wachstumsstreifen.
  • Das Gehäuse ist zwischen 10 und 12 cm lang. Bei besonders großen Exemplaren kann das Gehäuse jedoch auch bis zu 20 cm groß werden.
  • Der Fuß der Schnecke ist albinistisch bis dunkelbraun und weist in der Mitte einen dunkleren, songenannte Aalstrich, auf.

"Angie"
6-Monate alte Achatschnecke

Steckbrief Achatina fulicia

  • Ursprüngliches Heimatland: Ostafrika
  • Körperfarbe: hellbraun bis dunkelbraun, auch Albinofarben möglich
  • Gehäuse: rechtsrum gewunden, spitz zulaufend.
  • Farbe Gehäuse: Viele Farben möglich. Die Palette reicht von fast weiß, über golden bis hin zu dunkelbraun.
  • Größe Gehäuse: Bis zu 12 cm. Bei sehr großen Exemplaren ist eine Größe von bis zu 20 cm möglich.
  • Geschlechtsreife: Ca. 6 Monate
  • Gelegegröße: Bis zu 5 mm große Eier. Ein Gelege hat 200-500 Eier.
  • Haltung: Sehr anspruchslos in den Haltungsanspruchen. Eigent sich gut für Anfänger.
  • Lebenserwartung: Durchschnittlich 5 Jahre, wobei einzelne Exemplare ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen können.

Achatina Fulicia Farben bestimmen

Achatina Fulicia Wildfarben

Dieses Foto ist ein wunderschönes Beispiel einer Achatina fulicia wildfarben. Sowohl der Körper, als auch das Gehäuse ist bräunlich gehalten. In der Mitte des Kriechkörpers befindet sich eine deutlich dunklere Linie.  Diese Achatschneckenfarbe kommt der in freier Wildbahn lebenden Achatina am nächsten.

Achatina White Jade

Die Achatina White Jade gilt unter vielen Achatschneckenhaltern als die schönste und begehrteste Farbvariante. Sie ist quasi eine farbliche Mischung einer wildfarbenen und einer albonisitschen Schnecke. Sie besitzt ein dunkles Gehäuse und einen hellen Fuß. 


Achatina Fulicia Vollalbino

Die Achatina Fulicia Vollalbino besitzt einen weißen Körper mit keinem oder nur einem sehr blassen hellen Streifen in der Mitte des Weichteilskörpers. Auch ihr Gehäuse ist albonistisch und deutlich heller als das ihres wildfarbenen Pendants.

Achatina fulica rodatzii

Die Achatina fulica rodatzii ist eine sehr aussergewöhnliche Farbvariante der Achatschnecke. Während ihr Häuschen eine albinotische Form hervorbrachte, erscheint es dennoch in gelblichem bis goldenen Farbton. Die Körperfarbe reicht von hellbraun bis hin zu einem dunklen Brauntyp.

Wo ist bei Deiner Achatina Fulicia bitte was?

Die Augenfühler befinden sich vorne oben am Kopf. Die Schnecke kann sie ein- oder ausfahren und variabel bewegen.

Die Tastfühler befinden sich unterhalb der Augenfühler. Es sind die deutlich kleineren Fühler, womit sich die Schnecke auch bei schnelchten Lichtverhältnissen gut orientieren kann.

Der Mund der Schnecke befindet sich mittig im unteren Kopfbereich. Im Mundinneren befindet sich eine harte Raspelzunge. Wenn Sie genau hinhören können sie Ihrer Schnecke beim Essen „raspeln“ hören.

Der Schneckenfuß ist der untere Bereich des Schnecken-Weichteilkörpers auf welchem sich die Schnecke fortbewegt.

Die Sohle der Schnecke ist der Bereich des Weichteilkörpers „unter der Schnecke“. Wie der Name schon sagt bewegt sich die Schnecke auf der Sohle ihres Fußes fort.

Das Atemloch befindet sich in dem großen Bereich des Gehäuseeingangs. Sie können es leicht erkennen, denn die Schnecke öffnet und schließt das Atemloch regelmäßig.

Das Gehäuse der großen Achatschnecke sitzt auf dem Weichteilkörper. Im Gehäuseinneren befinden sich die Organe der Schnecke, welche durch die harte Hülle sicher geschützt werden.

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